Bericht aus der Chilly – Das junge Magazin

Die Gesamtlandesschülervertretung, auch GLSV genannt, vertritt die Interessen aller Schülerinnen und Schüler im Saarland. Sie hat die Aufgabe, deren Positionen und Bedürfnisse in die Bildungspolitik einzubringen und diese so mitzugestalten. Diese Beteiligung an der Bildungspolitik ist enorm wichtig: Schüler sind die größte Gruppe innerhalb der Schulgemeinschaft und auch die Wichtigste. Aus ihrer tagtäglichen Erfahrung heraus sind sie Experten in eigener Sache. Daher müssen ihre Vorstellungen kompetent und hartnäckig eingebracht werden, um die dringend notwendigen Veränderungen im Schulsystem zu einem Erfolg werden zu lassen.

Dieser Aufgabe hat sich nun Alexander Zeyer (18) aus St.Wendel gestellt. Im Februar 2011 wählten die Schülervertreter der Schulen ihn für zwei Jahre zum Vorsitzenden der Gesamtlandesschülervertretung. „Ich möchte vor allem die Schülervertretungen an den Schulen im Saarland unterstützen, denn oft sind sich diese nicht über ihre Rechte bewusst, die sie als Schülervertreter haben“, so Alexander Zeyer. Für diesen Zweck bietet die GLSV mehrere Seminare für Schüler an. Hierbei werden alle interessierten Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte informiert. Auch Ideen für eine bessere SV-Arbeit an den Schulen werden bei diesem Seminar vermittelt. „Sollte es an den Schulen zu Problemen mit Lehrerinnen und Lehrern oder der Schulleitung kommen, helfen wir gerne weiter“, so Alexander Zeyer. Über die extra eingerichtete E-Mail Adresse hilfe@glsv-saarland.de beantworten ausgebildete Schülervertreter Fragen zu rechtlichen Problemen und beraten die Schülervertreter an den Schulen.

Neben der Unterstützung der Schüler im Saarland hat sich die GLSV auch weitere große Ziele gesetzt. Unter anderem fordert sie von der Landesregierung die Verkleinerung der Klassen für ein individuelleres Lernen. Hinzu kommen die verpflichtenden Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer und mehr Personal für Technik und Verwaltungsarbeit an den Schulen.

Bereits im November 2010 hat sich die Gesamtlandesschülervertretung für die geplante Gemeinschaftsschule ausgesprochen. „Diese neue Schulform wird den täglichen Kampf zwischen Erweiterter Realschule und Gesamtschule beenden“, so der Vorsitzende der GLSV.